Friday, 3. September 2010

PrimaLeben

Das Wandern ist des Müllers Lust …

Beitrag von Susanne Mairhofer

Ich heiße zwar nicht Müller, auf den Berg getrieben hat es mich aber trotzdem. Das letzte Augustwochenende nutzte ich mit ein paar Freunden, um die Schönheit des Bregenzerwaldes aus nächster Nähe kennenzulernen.

Sehr motiviert und voller Vorfreude machten wir uns auf die lange Autofahrt von Wien nach Vorarlberg, um dann mit Erschrecken festzustellen, dass das Wetter noch schlechter war als vorhergesagt. Ungetrübt nutzen wir jedoch am Freitag Nachmittag die wenigen Sonnenstrahlen für einen Aufstieg in Richtung Winterstaude. Viereinhalb Stunden waren angeschrieben für Auf- und Abstieg.

Trotz der späten Mittagszeit gingen wir voller Eifer los, um erst nach knapp vier Stunden und einem gefährlichen Klettersteig den Gipfel zu erreichen. Den wunderschönen Blick über den Bodensee und das Dreiländereck durften wir nicht genießen, denn die Unwetterwolken trieben uns Richtung Abstieg. Nicht schnell genug gerieten wir mitten ins Gewitter. Nach über drei Stunden bergab im Regen und einsetzender Dunkelheit waren wir heilfroh, uns wieder unter der 1.000 Meter Marke zu befinden.

Im Nachhinein wurde uns bewusst, in welche Gefahr wir uns begeben hatten. Wir lernten daraus, dass die anberaumte Wanderzeit der Vorarlberger nicht für Stadt-Menschen gedacht ist und planten unsere Touren vorsichtiger. Das Wetter war uns noch einen Tag gut gesonnen und wir konnten erneut 1.000 Höhenmeter bezwingen, diesmal im Trockenen.

Tolle Wanderrouten im Bregenzerwald gibt es auf http://tinyurl.com/2dwejqc. Die Winterstaude mit ihren über 1.800 Metern ist sehr empfehlenswert, aber nur für geübte und sehr gut ausgestattete Wanderfreunde!

Ein paar Eindrücke:

Wednesday, 1. September 2010

Zwei Stunden „Nase“ sein

Beitrag von Kathrin Kränkl

 Durch Kosmetik transparent ist mir die Welt der Düfte nicht ganz fremd, und ich habe schon einiges zur Theorie gehört und gelesen. Mein heuriger Frankreichurlaub gab mir die Gelegenheit, auch die Praxis kennenzulernen und mich als „Nase“ zu versuchen.

Weltweit gibt es geschätzte 200 professionelle „Nasen“, besser bekannt als Parfumeure. Während der Durchschnittsmensch 10.000 Gerüche unterscheiden, aber höchstens die Hälfte davon richtig benennen kann, besitzen sie die Fähigkeit, selbst kleinste Nuancen differenzieren zu können.

Das Weltzentrum der Parfumkunst ist Grasse in Frankreich, etwa 46 Kilometer von Nizza entfernt im Department Alpes Maritimes. Dort bieten die bekannten Parfumfabriken Fragonard, Molinard und Galimard Workshops an, bei denen man selbst Parfums mischen kann.

Galimard hat dafür einen besonders netten Rahmen. Wie die Profis sitzen die Amateurnasen vor einer sogenannten „Orgel“, dem Arbeitstisch eines Parfumeurs, in dem in verschiedenen Etagen Glasfläschchen mit den unterschiedlichen Essenzen integriert sind.


Die "Orgel" eines Parfumeurs - Glasfläschchen in mehreren Reihen!

Unter Anleitung findet und wählt jeder Teilnehmer seine persönliche Kombination von Basis-, Herz- und Kopfnote seines Duftes und erfährt gleichzeitig allerlei Wissenswertes rund um die Parfumerzeugung. Es ist ein einzigartiges Erlebnis, die unterschiedlichen Duftarten zu erschnuppern und sich Schritt für Schritt für die persönlichen Favoriten zu entscheiden.

Während dieser insgesamt zweistündigen konzentrierten Arbeitsphase dokumentiert jeder seine Wahl und mischt schließlich die Essenzen entsprechend zusammen. Zum Abschluss erhält man ein  Diplom und 100 ml seines Duftes, für den jeder Teilnehmer natürlich auch einen eigenen Namen erfunden hat.


Es macht Spass, sein eigenes Parfum zu mischen!
 
Die Zusammensetzungen werden in einer Datenbank gespeichert, sodass man seinen Duft jederzeit nachbestellen kann, nicht nur als Eau de Toilette, sondern auch als Parfum, Duschgel, Körpermilch oder für Männer auch als After Shave.

Absolut empfehlenswert – Voranmeldung notwendig!
Mehr Information - http://www.galimard.com/html/1sommaire.html

 

Tuesday, 24. August 2010

PrimaLeben

Mein erstes Kinderbuch ist da!

Beitrag von Gabriela Hamböck

 Ich habe mein erstes eigenes Kinderbuch gezeichnet. Und ja, es ist in einem Verlag veröffentlicht worden. Wovon viele Zeichner und Maler träumen, ist für mich wahr geworden.

In Zusammenarbeit mit dem engagierten Verleger Volker Toth aus Salzburg (Edition Tandem) konnte ich mein erstes Buchprojekt verwirklichen.

Es heisst „Traurig – fröhlich“ und zeigt in einfachen, bunten Bildern Gegensätze auf. Hauptfigur ist eine Maus, die andere Tiere trifft. Dabei stellt sie fest, dass viele Tiere anders sind als sie selbst. Sie können größer, länger, schmutziger, hungriger oder leichter sein! Aber auch allgemeinere Gegensätze fallen der Maus auf: Tag und Nacht, vorne und hinten, oben und unten, warm und kalt. Auf jeder Doppelseite steht – gut lesbar – das jeweilige Gegensatzpaar.

Die Idee dahinter: Eine Geschichte zum jeweiligen Bild kann spontan im Kopf des Betrachters entstehen, oder beim Gemeinsam-Ansehen und Besprechen mit einem Kind (ab zwei Jahren). Die Bilder verlangen danach, in eigenen Worten erzählt zu werden. Jeder Betrachter wird andere Dinge darin entdecken und darf selbst kreativ sein.

Volker Toth hat mir geholfen, ein durchgehendes und logisches Konzept zu entwickeln. Auch für die Idee, die Papierstruktur zu scannen, bin ich ihm dankbar. So bekam das quadratische Buch (Ich liebe Quadrate!) einen haptischen Aspekt, und ist bei Bedarf gut zu reinigen.

Ich habe mit dieser Maus und ihren Freunden einen sehr gemütlichen Winter 2009/2010 verbracht. Kreativ-Sein bereichert! Und für den kommenden Winter habe ich auch schon Pläne…

Gabriela Hamböck
traurig - fröhlich

Gegensätze entdecken
ISBN 978-3-902606-41-9
Gebunden,  44 Seiten, € 14,80

EDITION TANDEM
Ludwig Volker Toth
Michael Pacher-Straße 25A
5020 Salzburg
T 0662 634220
www.edition-tandem.at

Das Buch ist direkt über den Verlag, aber auch über Amazon zu beziehen.

LEICHT - SCHWER

SAUBER - SCHMUTZIG

Wednesday, 11. August 2010

PrimaLeben

Frauen-Lauftreff im Prater

Beitrag von Nina Forman

n_forman_48x48 Bis vor kurzem war ich Einzelläuferin. Doch seit wir in der Prima beim jährlichen Frauenlauf teilnehmen, entdeckte ich die Frauen-Lauftreffs im Prater für mich.

Alleine laufen ist entspannend und befreiend, auf Dauer jedoch eintönig. Gemeinsam mit den Frauen entdeckte ich bereits viele neue Wege und Strecken.

Jeden Mittwoch um 18.30 Uhr treffen sich im Prater Frauen unterschiedlichen Alters und finden sich in Gruppen zusammen. Je nach Trainingszustand formieren sich schnellere und langsamere Teams. Rasch entstehen Bekanntschaften, es wird gelacht und geplaudert - und natürlich gelaufen.

Besonders praktisch ist der „Frauenlauf-Container“, der für die Trainingszeit geöffnet ist. Hier können Kleidung und Taschen während des Lauftreffs sicher deponiert werden.



Frauen-Lauftreff
Jeden Mittwoch um 18.30 Uhr bei jedem Wetter
Im August alle zwei Wochen (11.8., 25.8.)
Ab 8. September wieder wöchentlich
Treffpunkt: Prater Hauptallee/Höhe Stadionbad-Parkplatz
Am besten testen und mitlaufen!

Hier auch noch ein Tipp für alle, die gerne in gemischten Gruppen laufen:
Die Freunde des Laufsports treffen sich
jeden Montag und Donnerstag um 18.25 Uhr bei jedem Wetter
Treffpunkt: Stadionparkplatz/Prater Hauptallee (Sportler Oase Prater)

 

Wednesday, 11. August 2010

PrimaLeben

Die StadtSpionin weiß, was los ist

Beitrag von Sabine Reinprecht

blogbild_sabineMein Geheimtipp im Netz ist der Newsletter der StadtSpionin.
Ins Leben gerufen hat ihn Mag. Sabine Maier, die sich als StadtSpionin mit einem kolumnenartig geschriebenen Editorial persönlich mit „Insidertipps“ an ihre Leserinnen wendet.

Die Journalistin entwickelte das Konzept aus ihrem Unmut über langweilige und schlecht gestaltete Newsletter heraus. Sie wollte zeigen, welches Potential in diesem Medium steckt.
 
Die StadtSpionin ist ein guter Mix aus persönlichen Vorlieben und Szenewissen. Übersichtlich und in originell wechselndem Design präsentiert der Newsletter Tipps aus den Rubriken: Fashion, Shopping, Gesundheit, Szene, Wellness, Soulness, Kunst, Politik, Schnäppchen, Frischluft, Kultur, Musik, Style, Wissen, Essen, Kochen, Fitness, Events, Theater, Kabarett und Karriere.

Damit auch Sie darüber informiert sind, was in Wien und Umgebung los ist, was Sie nicht verpassen sollten, in welchem Shop Sie finden, was Sie suchen, und wo Sie wieder mal essen gehen können - hier der Link zum Newsletter: www.diestadtspionin.at

Wednesday, 11. August 2010

PrimaEssen

Tag der Marille - Ritual und Tradition

Beitrag von Andrea Schneider

 Selbstgemachte Marillenmarmelade kenne ich von klein auf. Schon bei meiner Urgroßmutter, Großmutter und Mutter durfte ich im Marmeladetopf rühren und den herrlichen Duft reifer Marillen atmen.  Vor etwa zwanzig Jahren habe ich begonnen, meine eigene Marillenmarmelade zu produzieren.

Dass ich dafür nur Wachauer Marillen verwende, versteht sich von selbst. Ich erinnere mich, dass ich einmal zu spät dran war und keine mehr bekommen habe. Französische Marillen waren ein schlechter Kompromiss.

Aus diesem Fehler gelernt, habe ich jetzt „meinen“ Marillenbauer im Spitzer Graben. Es handelt sich dabei um einen Betrieb, der zum Verein Wachauer Marille gehört. Dieser wurde 1995 gegründet, um die alten, schmackhaften Sorten zu schützen.

Jahr für Jahr bestelle ich telefonisch und warte auf den günstigsten Abholtermin, den das Wetter bestimmt. Seit fünf Jahren begleitet mich meine Nichte Hanna am Tag X in die Wachau und dann ist alles Marille. Sind die Marillen verladen, gibt es zur Stärkung Marillenknödel. Wir kehren dazu entweder ein oder legen selbst Hand an. Nach dem Knödelgenuss geht es an die Arbeit. Im Schnitt verarbeiten wir 25 bis 30 Kilogramm Marillen. Wir sind damit einen Tag lang beschäftigt.



Fotos: Hanna Kulvicki.

Uns so machen wir unsere Marillenmarmelade

Auf drei Teile Frucht kommt ein Teil Gelierzucker, d.h: ½ kg Zucker und 1 ½ kg Marillen ohne Kern! Die geviertelten Marillen werden mit dem Zucker vermischt. Dann ziehen sie etwa eine Stunde. Anschließend erwärmen wir den Topf unter ständigem Rühren. Das Rühren führt dazu, dass nichts anbrennt und die Marillenstücke weiter zerfallen. Fängt die Masse zu blubbern an, dann schauen wir erstmals auf die Uhr. Jetzt einen ordentlichen Schuss 80%igen Rum unterrühren und noch fünf Minuten kochen lassen. Anschließend wird die Marmelade in die Gläser gefüllt. Dafür verwenden wir einen eigenen Marmeladetrichter nach dem Motto „ohne Patzen geht’s auch“.
 
Noch ein Tipp: Wir besitzen einen eigenen Marmeladekochtopf und einen eigenen Holzkochlöffel, der nur Marillen kennt und sonst gar nichts! Nicht nur Marillen, sondern jedes Obst ist besonders sensibel und würde fremde Geschmacksstoffe, die einem Topf oder einem Kochlöffel von Fleisch, Fisch oder Zwiebel anhaften, aufnehmen.

Unser Schoko-Marillen-Kuchen

Während die Marillen mit dem Zucker ziehen, bereiten wir Marillenhälften für den Schoko-Marillen-Kuchen vor. Je nach Größe der Marillen brauchen wir 30 oder 36 Hälften. Wir frieren einige Portionen ein. Damit gibt es diesen herrlichen Kuchen auch außerhalb der Saison.

4 Dotter, 15 dag Staubzucker, 1 Sackerl Vanillezucker und 15 dag Butter werden schaumig gerührt. Die Zutaten müssen Zimmertemperatur haben. In der Zwischenzeit 15 dag dunkle Schokolade (Suchard Velma) erweichen. Geht ideal auf einem Teller im Backrohr, welches ohnehin vorgewärmt werden muss. Schokolade und zwei Esslöffel Rum in die Ei-Butter-Zucker-Masse rühren. 4 Eiweiß zu Schnee schlagen und mit 15 dag Mehl und einen ½ Sackerl Backpulver untermengen. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und die Marillen reihenweise auflegen. Bei 180 Grad Celsius rund 20 Minuten backen.  Wer will, bestreut den Kuchen vor dem Servieren mit Staubzucker.
Zutaten auf einen Blick
4 Eier – Dotter und Eiweiß getrennt
15 dag Staubzucker
15 dag Butter
15 dag Mehl
15 dag dunkle Schokolade erweicht
2 Esslöffel Rum
½ Backpulver
1 Vanillezucker

Das Besondere und das Schöne an diesem Tag
Wir erfreuen uns der einzigartigen Wachau.
Wir werden vom Marillenbauer herzlich empfangen.
Wir essen die frischesten Marillenknödel.
Wir backen einen köstlichen Schoko-Marillen-Kuchen und sorgen dafür, dass es ihn auch während des Jahres ab und zu gibt.
Wir produzieren Marillenmarmelade und genießen ein Jahr lang die köstlichen Aromen dieser einzigartigen Frucht.
Wir und alle, die unsere Marillenmarmelade oder den Schoko-Marillen-Kuchen schon ausprobiert haben, sind begeistert.

Buchtipp
Wachauer Marille von Waldstein – Semrad ISBN 978-3-702-1254-0
www.stocker-verlag.com

Verein Wachauer Marille
www.wachauermarille.at

Friday, 30. July 2010

PrimaEssen

Schneiders Liptauer - Ein Rezept geht um die Welt.

Beitrag von Andrea Schneider

Wer immer unseren hausgemachten Liptauer probiert, will das Rezept sofort haben. Ich bin mittlerweile darauf eingestellt und habe bereits Kopien zur Verteilung in der Schublade. Noch einfacher ist es aber, das Rezept in einen Blog zu fassen, was ich hiermit mache. Damit ist es immer und überall abrufbar, und die Fangemeinde kann sich vergrößern.

Mein Liptauer eignet sich als Brotaufstrich für nächtliche aber auch frühmorgendliche oder nachmittägliche Imbisse. Im Kühlschrank in einer luftdicht verschlossenen Schüssel behält er seine Frische bis zu einer Woche. Das Besondere an diesem Rezept ist, dass es keinen Knoblauch braucht. Nicht, dass ich ihn nicht mag, aber Knoblauchatem kann schon höchst unangenehm sein. Daher verzichte ich gerne darauf.

Die Zutaten
250 g Butter
250 g Topfen (20% Fettgehalt) noch besser Brimsen
2 Esslöffel Sauerrahm
1 große weiße Zwiebel
2 Esslöffel fein gehackte Kapern
2 Esslöffel süßen Paprika
1 Teelöffel Dijonsenf
1 Esslöffel Tomatenmark
1 Teelöffel Sardellenpaste
2 Spritzer Worcestershiresauce
1 Spritzer Tabascosauce
1 Teelöffel Salz
1 Esslöffel feingehackte Petersilie

Die Butter mindestens ½ Stunde vor der Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen und in esslöffelgroße Stücke teilen. Butter mit Topfen und Sauerrahm mit einem Mixer cremig rühren. Die sehr fein gehackten Zutaten – Zwiebel und Kapern, den Paprika, den Dijonsenf, das Tomatenmark, die Sardellenpaste, die Worcestershire- und die Tabascosauce, das Salz und die Petersilie hinzufügen und gut durchrühren. Es entsteht eine leicht streichbare Masse. Der Liptauer schmeckt auf einem reschen Bauernbrot oder einem saftigen Körndlbrot köstlich. Gutes Gelingen und viel Genuss!

 

Thursday, 22. July 2010

PrimaEssen

Sommerfestspiele Golling: Genuss für alle Sinne

Beitrag von Andrea Schneider

 Von Juni bis August ist das Kulturangebot in Österreich so groß wie selten wo. Profis wie Laien tummeln sich auf den Bühnen allerorts. Musical, Oper, Operette, Schauspiel, Konzert und Lesungen, Uraufführungen oder Klassiker, nichts fehlt im Programm. Passt das Wetter, dann finden viele Aufführungen unter freiem Himmel statt.
 
Seit elf Jahren nimmt die Burg Golling in Salzburg im Reigen der Sommerfestspiele einen festen Platz ein. Die Kleinen Festspiele, wie sie sich nennen, sind ganz groß. Im intimen Burghof sind sich Künstlerinnen, Künstler und Publikum so nahe, dass eine besondere Atmosphäre entsteht. Ob Michael Heltau, Otto Schenk, Peter Simonischek, Klezmer Musik, Rhythmania Artists oder Philharmonia Schrammeln, alle waren sie schon da, und sie kommen gerne wieder.
 
Kultur und Kulinarik treffen zusammen

Auch ich komme gerne Jahr für Jahr wieder. Was ich an den „Kleinen Festspielen auf der Burg  Golling“ so schätze, ist das Zusammentreffen von Kultur und Kulinarik auf hohem Niveau. Vor jeder Aufführung kredenzen die Veranstalter ihren Gästen Aperitif und kleine Köstlichkeiten aus Döllerers Genusswelten. Bei der diesjährigen Eröffnung folgten auf Reh-Pralinen die Pianistin Catalina Butcaru mit Schumann und Pokofjew. Sie weihte den nagelneuen Yamahaflügel ein. Dieser konnte mit Unterstützung von Sponsoren und privaten Förderern angeschafft werden. Damit stehen auch künftigen Klavierdarbietungen auf der Burg Golling nichts mehr im Wege. 
Nach der Vorstellung wurde in Döllerers Wirtshaus ein dreigängiges Menü aufgetragen. Bluntausaibling, Milchkalb und Wachauer Marille erfreuten den Gaumen. Insgesamt war es ein Fest für alle Sinne!

Das Programm 2010 der Kleinen Festspiele auf der Burg Golling http://www.kumforum.at/

Die Kulinarik im Rahmen der Festspiele www.doellerer.at

 

 

Tuesday, 20. July 2010

PrimaLeben

Reisetipp: Kopenhagen

Beitrag von Gast

Liebe Besucher und Besucherinnen der PrimaUnterhuber rebue 
                Homepage,

an dieser Stelle möchte ich Ihnen einen Reisetipp ans Herz legen: Kopenhagen. Wer schon genug vom Rom, London oder Paris gesehen hat, der sollte unbedingt einen Wochenend-Trip in die dänische Hauptstadt unternehmen.

Kopenhagen hat nicht nur eine Reihe von beeindruckenden Sehenswürdigkeiten zu bieten, sondern ist auch kulinarisch absolut top. Die Stadt ist sauber und sicher. Falls Sie mit Kindern in jugendlichem Alter verreisen (wie in meinem Fall), so können diese abends getrost alleine durch den berühmten „Neuen Hafen“ bummeln. Der „Neue Hafen“ liegt direkt im Zentrum und wird von den Dänen als die „längste Theke“ Nordeuropas bezeichnet, was schon alles erklärt. Alkohol an Personen unter 18 wird jedoch keinesfalls ausgeschenkt – da sind die Dänen beinhart.

Natürlich ist der „Neue Hafen“ (Dänisch: Nyhavn) auch ein Erlebnis für Erwachsene. Tagsüber ist eine Bootsfahrt (Ausgangspunkt Nyhavn) zu empfehlen. Da kann man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten (Schloss Amalienborg, Christianshavn, die alte Börse und das neue Opernhaus) sozusagen von See-Seite aus bestaunen. Darüber hinaus lohnt sich ein Besuch der beiden Renaissance-Schlösser Rosenborg und Frederiksborg.

Ein unbedingtes Muss ist der Tivoli. Das ist der Märchen- und Vergnügungspark mit wundervollen Gärten sowie Spitzenrestaurants. Auch hier wieder zählen Sauberkeit und Sicherheit. Als Restaurant im Tivoli empfehle ich das Nimb http://www.nimb.dk/.
Eine kulinarische Sehenswürdigkeit ist ebenso Moltkes Palast http://www.moltkes.com/. Von außen wirkt der Palast alles andere als ein solcher, doch sobald man die Räumlichkeiten betreten hat, kommt man ins Staunen. Bitte beachten Sie, dass Sie die Reservierungen in diesen Restaurants einige Wochen vor (!) Ihrer Reise tätigen sollten.

Bezüglich des Hotels habe ich mit dem „Marriott Kopenhagen“ die besten Erfahrungen gemacht http://www.copenhagenmarriot.com/. Dieses Fünf-Sterne-Hotel bietet den besten Service. Bei der Hotel-Reservierung können Sie auch Opernkarten bestellen. Keine Angst: Man singt nicht auf Dänisch, sondern in den Originalsprachen, und architektonisch ist die Oper ein wahrer Augenschmaus.

Wer Lust (und ein Auto) hat, kann noch über die 1092 Meter lange Hochseilbrücke über den Öresund nach Malmö/Schweden fahren.

Die beste Reisezeit ist natürlich der Sommer. Aber auch sonst ist Kopenhagen auf alle Fälle mein Geheimtipp.

Viel Spaß
Ihr
Dr. Wolfgang Unterhuber
Chefredakteur und Mitglied des Vorstandes
WirtschaftsBlatt Verlag AG

Auf jeden Fall ein Erlebnis: der Neue Hafen.

Einen Besuch wert: Schloss Amalienborg.

Der Neue Hafen: eine beliebte Promenade, ob
am Tag oder abends.

Wednesday, 14. July 2010

PrimaLeben

A schöne Leich!

Beitrag von Kathrin Kränkl

 21.30 Uhr, Börseplatz 1 in Wien. Ein schwarzer Fiaker biegt auf den unbeleuchteten Platz ein, lädt einen Sarg auf und entfernt sich begleitet von einer Mahler Symphonie und etwa 150 Menschen in Richtung Wipplingerstraße. Die Trauergemeinde begibt sich daraufhin in den Festsaal des k.k Post- und Telegrafenamts zum Leichenschmaus.

Sehr stilvoll, etwas gespenstisch und vor allem eigenartig, weil sich diese Szene im Juli fast jeden Abend wiederholen wird - genauso wie eine andere, ebenfalls dort, aber schon gegen 21 Uhr. Es ertönt ein Aufruf zur Abfahrt nach Palästina in einem uralten Lastwagen. Etwa 40 Menschen klettern auf die Laderampe und fahren kurz darauf eine Runde um den Häuserblock. Der Wagen erleidet auf halbem Weg eine Panne, raucht und stinkt, und so kommen die Reisenden nicht bis Palästina, sondern müssen sich durch den Hintereingang des Post- und Telegrafenamts in Sicherheit bringen.

Die Reisenden wollten natürlich gar nicht nach Palästina, sondern sind Zuschauer und zugleich Mitwirkende des interaktiven Theaterabends über das Lebens von Alma Mahler-Werfel. Ich habe dieses Stück nun schon zum dritten Mal gesehen und war wieder beeindruckt. Die Handlung mit vier Alma Mahlers spielt zeitgleich an drei bis vier Orten im Post- und Telegrafenamt. Die Zuschauer entscheiden, welchen Szenen sie folgen wollen, und so sieht jeder je nach Auswahl ein anderes Stück. Das Erlebnis ist schwer beschreibbar - am besten einfach hingehen und sich selbst ein Bild machen.

Die Karten erscheinen auf den ersten Blick mit 115 Euro teuer – es sind aber sämtliche Getränke und ein dreigängiges Menü, der besagte Leichenschmaus, inkludiert. Ich kann nur sagen – es zahlt sich aus. Schauen Sie sich dieses Spektakel an, selbst wenn Sie normalerweise kein Theaterfan sind. Das ist nämlich kein Theater, sondern bereits Kult!

Details und Karten unter www.alma-mahler.com

 

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