Wednesday, 11. August 2010

PrimaEssen

Tag der Marille - Ritual und Tradition

Beitrag von Andrea Schneider

 Selbstgemachte Marillenmarmelade kenne ich von klein auf. Schon bei meiner Urgroßmutter, Großmutter und Mutter durfte ich im Marmeladetopf rühren und den herrlichen Duft reifer Marillen atmen.  Vor etwa zwanzig Jahren habe ich begonnen, meine eigene Marillenmarmelade zu produzieren.

Dass ich dafür nur Wachauer Marillen verwende, versteht sich von selbst. Ich erinnere mich, dass ich einmal zu spät dran war und keine mehr bekommen habe. Französische Marillen waren ein schlechter Kompromiss.

Aus diesem Fehler gelernt, habe ich jetzt „meinen“ Marillenbauer im Spitzer Graben. Es handelt sich dabei um einen Betrieb, der zum Verein Wachauer Marille gehört. Dieser wurde 1995 gegründet, um die alten, schmackhaften Sorten zu schützen.

Jahr für Jahr bestelle ich telefonisch und warte auf den günstigsten Abholtermin, den das Wetter bestimmt. Seit fünf Jahren begleitet mich meine Nichte Hanna am Tag X in die Wachau und dann ist alles Marille. Sind die Marillen verladen, gibt es zur Stärkung Marillenknödel. Wir kehren dazu entweder ein oder legen selbst Hand an. Nach dem Knödelgenuss geht es an die Arbeit. Im Schnitt verarbeiten wir 25 bis 30 Kilogramm Marillen. Wir sind damit einen Tag lang beschäftigt.



Fotos: Hanna Kulvicki.

Uns so machen wir unsere Marillenmarmelade

Auf drei Teile Frucht kommt ein Teil Gelierzucker, d.h: ½ kg Zucker und 1 ½ kg Marillen ohne Kern! Die geviertelten Marillen werden mit dem Zucker vermischt. Dann ziehen sie etwa eine Stunde. Anschließend erwärmen wir den Topf unter ständigem Rühren. Das Rühren führt dazu, dass nichts anbrennt und die Marillenstücke weiter zerfallen. Fängt die Masse zu blubbern an, dann schauen wir erstmals auf die Uhr. Jetzt einen ordentlichen Schuss 80%igen Rum unterrühren und noch fünf Minuten kochen lassen. Anschließend wird die Marmelade in die Gläser gefüllt. Dafür verwenden wir einen eigenen Marmeladetrichter nach dem Motto „ohne Patzen geht’s auch“.
 
Noch ein Tipp: Wir besitzen einen eigenen Marmeladekochtopf und einen eigenen Holzkochlöffel, der nur Marillen kennt und sonst gar nichts! Nicht nur Marillen, sondern jedes Obst ist besonders sensibel und würde fremde Geschmacksstoffe, die einem Topf oder einem Kochlöffel von Fleisch, Fisch oder Zwiebel anhaften, aufnehmen.

Unser Schoko-Marillen-Kuchen

Während die Marillen mit dem Zucker ziehen, bereiten wir Marillenhälften für den Schoko-Marillen-Kuchen vor. Je nach Größe der Marillen brauchen wir 30 oder 36 Hälften. Wir frieren einige Portionen ein. Damit gibt es diesen herrlichen Kuchen auch außerhalb der Saison.

4 Dotter, 15 dag Staubzucker, 1 Sackerl Vanillezucker und 15 dag Butter werden schaumig gerührt. Die Zutaten müssen Zimmertemperatur haben. In der Zwischenzeit 15 dag dunkle Schokolade (Suchard Velma) erweichen. Geht ideal auf einem Teller im Backrohr, welches ohnehin vorgewärmt werden muss. Schokolade und zwei Esslöffel Rum in die Ei-Butter-Zucker-Masse rühren. 4 Eiweiß zu Schnee schlagen und mit 15 dag Mehl und einen ½ Sackerl Backpulver untermengen. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und die Marillen reihenweise auflegen. Bei 180 Grad Celsius rund 20 Minuten backen.  Wer will, bestreut den Kuchen vor dem Servieren mit Staubzucker.
Zutaten auf einen Blick
4 Eier – Dotter und Eiweiß getrennt
15 dag Staubzucker
15 dag Butter
15 dag Mehl
15 dag dunkle Schokolade erweicht
2 Esslöffel Rum
½ Backpulver
1 Vanillezucker

Das Besondere und das Schöne an diesem Tag
Wir erfreuen uns der einzigartigen Wachau.
Wir werden vom Marillenbauer herzlich empfangen.
Wir essen die frischesten Marillenknödel.
Wir backen einen köstlichen Schoko-Marillen-Kuchen und sorgen dafür, dass es ihn auch während des Jahres ab und zu gibt.
Wir produzieren Marillenmarmelade und genießen ein Jahr lang die köstlichen Aromen dieser einzigartigen Frucht.
Wir und alle, die unsere Marillenmarmelade oder den Schoko-Marillen-Kuchen schon ausprobiert haben, sind begeistert.

Buchtipp
Wachauer Marille von Waldstein – Semrad ISBN 978-3-702-1254-0
www.stocker-verlag.com

Verein Wachauer Marille
www.wachauermarille.at

Friday, 30. July 2010

PrimaEssen

Schneiders Liptauer - Ein Rezept geht um die Welt.

Beitrag von Andrea Schneider

Wer immer unseren hausgemachten Liptauer probiert, will das Rezept sofort haben. Ich bin mittlerweile darauf eingestellt und habe bereits Kopien zur Verteilung in der Schublade. Noch einfacher ist es aber, das Rezept in einen Blog zu fassen, was ich hiermit mache. Damit ist es immer und überall abrufbar, und die Fangemeinde kann sich vergrößern.

Mein Liptauer eignet sich als Brotaufstrich für nächtliche aber auch frühmorgendliche oder nachmittägliche Imbisse. Im Kühlschrank in einer luftdicht verschlossenen Schüssel behält er seine Frische bis zu einer Woche. Das Besondere an diesem Rezept ist, dass es keinen Knoblauch braucht. Nicht, dass ich ihn nicht mag, aber Knoblauchatem kann schon höchst unangenehm sein. Daher verzichte ich gerne darauf.

Die Zutaten
250 g Butter
250 g Topfen (20% Fettgehalt) noch besser Brimsen
2 Esslöffel Sauerrahm
1 große weiße Zwiebel
2 Esslöffel fein gehackte Kapern
2 Esslöffel süßen Paprika
1 Teelöffel Dijonsenf
1 Esslöffel Tomatenmark
1 Teelöffel Sardellenpaste
2 Spritzer Worcestershiresauce
1 Spritzer Tabascosauce
1 Teelöffel Salz
1 Esslöffel feingehackte Petersilie

Die Butter mindestens ½ Stunde vor der Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen und in esslöffelgroße Stücke teilen. Butter mit Topfen und Sauerrahm mit einem Mixer cremig rühren. Die sehr fein gehackten Zutaten – Zwiebel und Kapern, den Paprika, den Dijonsenf, das Tomatenmark, die Sardellenpaste, die Worcestershire- und die Tabascosauce, das Salz und die Petersilie hinzufügen und gut durchrühren. Es entsteht eine leicht streichbare Masse. Der Liptauer schmeckt auf einem reschen Bauernbrot oder einem saftigen Körndlbrot köstlich. Gutes Gelingen und viel Genuss!

 

Thursday, 22. July 2010

PrimaEssen

Sommerfestspiele Golling: Genuss für alle Sinne

Beitrag von Andrea Schneider

 Von Juni bis August ist das Kulturangebot in Österreich so groß wie selten wo. Profis wie Laien tummeln sich auf den Bühnen allerorts. Musical, Oper, Operette, Schauspiel, Konzert und Lesungen, Uraufführungen oder Klassiker, nichts fehlt im Programm. Passt das Wetter, dann finden viele Aufführungen unter freiem Himmel statt.
 
Seit elf Jahren nimmt die Burg Golling in Salzburg im Reigen der Sommerfestspiele einen festen Platz ein. Die Kleinen Festspiele, wie sie sich nennen, sind ganz groß. Im intimen Burghof sind sich Künstlerinnen, Künstler und Publikum so nahe, dass eine besondere Atmosphäre entsteht. Ob Michael Heltau, Otto Schenk, Peter Simonischek, Klezmer Musik, Rhythmania Artists oder Philharmonia Schrammeln, alle waren sie schon da, und sie kommen gerne wieder.
 
Kultur und Kulinarik treffen zusammen

Auch ich komme gerne Jahr für Jahr wieder. Was ich an den „Kleinen Festspielen auf der Burg  Golling“ so schätze, ist das Zusammentreffen von Kultur und Kulinarik auf hohem Niveau. Vor jeder Aufführung kredenzen die Veranstalter ihren Gästen Aperitif und kleine Köstlichkeiten aus Döllerers Genusswelten. Bei der diesjährigen Eröffnung folgten auf Reh-Pralinen die Pianistin Catalina Butcaru mit Schumann und Pokofjew. Sie weihte den nagelneuen Yamahaflügel ein. Dieser konnte mit Unterstützung von Sponsoren und privaten Förderern angeschafft werden. Damit stehen auch künftigen Klavierdarbietungen auf der Burg Golling nichts mehr im Wege. 
Nach der Vorstellung wurde in Döllerers Wirtshaus ein dreigängiges Menü aufgetragen. Bluntausaibling, Milchkalb und Wachauer Marille erfreuten den Gaumen. Insgesamt war es ein Fest für alle Sinne!

Das Programm 2010 der Kleinen Festspiele auf der Burg Golling http://www.kumforum.at/

Die Kulinarik im Rahmen der Festspiele www.doellerer.at

 

 

Tuesday, 1. June 2010

PrimaLeben

Prima Team auf den 8. Platz gelaufen!

Beitrag von Andrea Schneider

Die Prima freut sich über ihr sensationelles Ergebnis beim Frauenlauf 2010 im Wiener Prater, wo 21.100 Frauen an den Start gingen. Wir sind das Achte von 219 Teams in der Firmenwertung über die Distanz von 5 km. Heuer waren wir bereits zum dritten Mal dabei. 2008 erreichten wir Platz  58. Schon 2009 steigerten wir uns und machten einen Sprung nach vorne an die 40. Stelle. Was uns allerdings 2010 gelungen ist, ist nicht nur prima, sondern sensationell. Sabine Reinprecht, seit Oktober 2009 im Prima Team, hat alle motiviert, die Ergebnisse der vorangegangenen Jahre zu überbieten. Sie selbst ist mit 21,26 Minuten ihre persönliche Bestleistung über fünf Kilometer gelaufen. Festgehalten sei, dass Sie die fünf Kilometer der Prima zuliebe lief. Üblicherweise schätzt sie größere Herausforderungen wie Halbmarathons oder zumindest Läufe über 10 km - oder sie fährt zwölf Stunden Straßenrennrad.
Wir sind Sabine alle sehr dankbar, dass sie uns zu dieser Höchstleistung motiviert hat. Ein gesunder Geist wohnt bekanntlich in einem gesunden Körper, und so unterstützt dieses Erlebnis unsere Überzeugung, dass uns auch bei den Prima PR Leistungen keine Grenzen gesetzt sind.
Für 2011 haben wir bereits ein neues Ziel: Wir laufen die 10 km-Teamwertung!

Ergebnisse / Stand 1. Juni 2010

Sabine Reinprecht 21,26 Minuten, Einzelwertung Platz 33, Altersklasse Platz 4
Susanne Mairhofer 27,20 Minuten, Einzelwertung Platz 964, Altersklasse Platz 88
Andrea Schneider 27,26 Minuten, Einzelwertung Platz 1001, Altersklasse Platz 82
Kathrin Kränkl 29,42 Minuten, Einzelwertung Platz 2331, Altersklasse Platz 190
Hanna Kulvicki für erkrankte Nina Forman 30,19 Minuten, Einzelwertung Platz 2783 (Danke, Hanna!)
Ricki Strick 35,48 Minuten, Einzelwertung Platz 7804, Altersklasse 617

zu den Ergebnissen

 

Tuesday, 18. May 2010

PrimaLeben

Einblick – Ausblick – Durchblick in der Lammerklamm / Abtenau / Tennengau Salzburg

Beitrag von Andrea Schneider

Es kommt schon vor, dass mir der Einblick, der Durchblick oder der Ausblick fehlt. Unsere schnell-lebige Zeit verlangt uns allen recht viel ab. Auch wenn ich das sogenannte Multitasking recht gut beherrsche, surrt es ab und zu in meinem Kopf wie in einem Bienenhaus. Aber es gibt auch gute Möglichkeiten, dieses Surren wieder abzustellen.

Zum Beispiel in der Lammerklamm bei Abtenau. Für drei Euro wird einem der Weg in die Schlucht  aus der Eiszeit geöffnet und ein beeindruckendes Naturschauspiel geboten. Die Natur pur ist es,  die mich abschalten lässt. Nach einer dreistündigen Wanderung ist der  Kopf wieder frei. Es zahlt sich aus, sich auch an einem kühlen, regnerischen Tag einen Blick in die Lammerklamm zu
machen. Da gehört einem die Schlucht alleine!

www.lammerklamm.at

Mein Einkehrtipp: Wirtshaus Döllerer in Golling www.doellerer.eu


Fotos: Theo Hibler

 

  

 

 

Monday, 19. April 2010

PrimaLeben

Ein Haus zu viel

Beitrag von Andrea Schneider

 Ein Bibelspruch sagt, du sollst im Laufe deines Lebens ein Haus bauen und einen Baum pflanzen. Ich habe den Auftrag erfüllt. Aber wie es der Teufel so will, steht das Haus und der Baum am falschen Ort. Weder kann ich das Haus verschieben noch den Baum verpflanzen. Daher suche ich jemanden, der mein Haus kauft. Den Baum gibt es als Draufgabe. Die sibirische Walnuss ist etwas ganz besonderes, weil sie erst spät im Frühling austreibt. Fröste können ihr so gut wie nichts antun und damit ist eine jährliche Nussernte gesichert.

Ich komme zum Ort zurück. Es ist die beste Lage, die es in Amstetten gibt. Auf das Haus bin ich sehr stolz, weil es eine Art zu leben ermöglicht, die einerseits großzügig ist, aber trotzdem Geborgenheit gibt. Ich würde wieder so bauen! Da sich mein Leben heute in Wien und Salzburg abspielt, habe ich genau genommen ein Haus zu viel. Schauen Sie auf www.privatimmobilien.at dort finden Sie Details, wie das Haus am Silberweisring 2 erworben werden kann.

 

Tuesday, 6. April 2010

PrimaEssen

Die eigenen Paradeiser – jetzt ist Pflanzzeit

Beitrag von Andrea Schneider

 Seit etwa zehn Jahren pflanze ich meine eigenen Paradeiser. Je nach Wetter fällt die Ernte mehr oder weniger kiloreich aus. Ich erinnere mich an ein Jahr, wo sie noch auf der Staude verfault sind. Aber dies ist nicht die Regel. Daher freue ich mich, schon demnächst in die Arche Noah nach Schiltern zu fahren, um die Paradeiserpflänzchen einzukaufen. Übrigens, wer keinen eigenen Garten hat, pflanzt sie in einen Blumentopf und stellt ihn auf den Balkon oder auf das Fensterbrett.

Hier ein paar Bilder von meinen Paradeisern aus dem letzten Jahr, wo ich einige Kilogramm erntete. Die gelbe Johannisbeere nascht sich wunderbar von der Staude. Sie ist nicht nur besonders schmackhaft sondern auch dekorativ zu Salaten und Frischkäse. Und sie ist praktisch, weil sie sich in der Zwischenzeit selbst aussät. Es reicht, die Pflänzchen zu pikieren und ihnen einen guten sonnigen Platz zu geben.

Die Black Cherry war zwar hübsch anzuschauen, aber der Ertrag war mir mit sieben Stück zu gering.

Bombolino hingegen brachte eine hervorragende Menge und überzeugte mich auch mit ihrem süßlich, pikanten Geschmack. Als Paradeisersuppe mit einem Schuss Pastis ist sie mir noch zu gut in Erinnerung.

Die Quendlingburger frühe Liebe war 1999 mein erster Versuch, die eigenen Paradeiser zu pflanzen und zu ernten. Ihr verdanke ich es, dass ich die Liebe zu den Paradeisern entdeckt habe. Bis dahin waren mir Paradeiser egal, weil sie mich geschmacklich nicht überzeugten. Heute entdecke ich Jahr für Jahr ein bis zwei neue Paradeisersorten.

Die Arche Noah, die übrigens heuer ihr 20-jähriges Bestehen feiert, ist meine Bezugsquelle. Mehr unter www.arche-noah.at. Pflanzen werden auch via Paketservice zugeschickt. Darüber hinaus gibt es in der Zwischenzeit nahezu in allen Bundesländern einen Pflanzenmarkt. In meiner neuen Wahlheimat Salzburg findet er am 8. Mai im Garten der Uni Salzburg in Hellbrunn statt.

Thursday, 11. March 2010

PrimaEssen

Frisch gekocht in der Prima

Beitrag von Andrea Schneider

 Montag, Dienstag und Donnerstag wird in der Prima frisch gekocht und zwischen 12.30 und 13.30 Uhr angerichtet. Das PrimaTeam sitzt wie eine Großfamilie versammelt beim Mittagstisch. Die Speisen werden jeweils von Zweier-Teams zubereitet und brauchen nicht länger als eine ½ Stunde, bis sie fertig sind. Es sind leichte, gesunde Gerichte. Da gibt es zum Beispiel Karottensalat mit Thymian, Rosinen, Balsamicodressing und Ziegenfrischkäse mit Roggenbrot. Aus dem Dampfgarer kommt ein köstliches, leicht scharfes Mexikanisches Huhn mit Naturreis oder ein Ofengemüse mit frischen Kräutern und Olivenöl Extra Vergine aus dem Backrohr. Ab und zu wird etwas aufwändiger gekocht. Nämlich dann, wenn wir Gäste zu unserem Mittagstisch einladen. Kürzlich war dies der Fall. Es gab ein Rote Rüben Curry mit Basmatireis. Das Gericht hat nicht nur durch seine intensive Farbe, sondern auch durch seinen pikanten und völlig anderen Geschmack beeindruckt.

Hier das Rezept zum Nachkochen. Möge es genauso gut gelingen und schmecken wie aus der PrimaKüche.

Die Zutaten für sechs Personen
1 kg Rote Rüben / mittelgroße bis große Knollen
3 weiße Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
3 Eßlöffel Olivenöl Extra Vergine
je 1 Teelöffel gemahlener Koriander und Kurkuma oder 2 Teelöffel von Jamie Olivers Gewürzmischung  Tandoori
3/8 Liter Gemüsesuppe (Würfel)
Grobes Meersalz
1 Dose Kokosmilch (500 g)
4 Teelöffel rote Currypaste
1 Bund kleinblättriges Basililum oder frischer Koriander
Saft einer ½ Zitrone

Die Zubereitung
Rote Rüben schälen und würfelig schneiden, ca.  1,5 x 1,5 cm. Tipp: Wer saubere Hände behalten möchte, zieht Einweggummihandschuhe an! Zwiebel und Knoblauch schälen. Zwiebel halbieren und in breite Streifen schneiden. Knoblauch fein hacken nicht pressen. Olivenöl in einem Wok oder einer gusseisernen Pfanne erwärmen. Die Rote-Rüben-Würfel, Zwiebel und Knoblauch andünsten. Koriander und Kurkuma oder Jamie Olivers Tandoori-Mischung darüber streuen und unterrühren. Kurz weiterbraten und mit Gemüsesuppe aufgießen. Leicht salzen, zudecken und bei schwacher Hitze 20 Minuten garen lassen. Dann die Kokosmilch und die Currypaste einrühren. Deckel wieder auflegen und nochmals etwa 20 Minuten garen, bis die Roten Rüben bissfest sind. Zum Schluss Zitronensaft unterrühren. Vor dem Servieren mit den händisch abgezupften Basilikumblättchen oder dem fein gehackten Koriander bestreuen. Dazu schmeckt Basmatireis ,der in der Zwischenzeit im Dampfgarer rund 45 Minuten eigenständig garte.
Die Zubereitung des Gerichtes benötigt rund ein Stunde. Es ist aber nicht notwendig, die ganze Zeit in der Küche zu sein während das Gemüse gart. Nebenbei lassen sich die Medien beobachten oder kurze Projektbesprechungen durchführen.

Tuesday, 19. January 2010

PrimaLeben

Hilf dir selbst sonst hilft dir niemand. Wer verdient an der Do-it-yourself-Gesellschaft?

Beitrag von Andrea Schneider

Noch vor etwa zwanzig Jahren gab es den Spruch. „Selbst ist die Frau!“ Wenn ich mich heute so umschaue, dann trifft es Frau wie Mann gleichermaßen. Wir müssen vieles selber machen, ob wir es wollen und können oder nicht. Wir haben gar keine Alternative.

Egal wo ich steh‘ und geh‘ begegnet mir Self Sevice oder Do-it-yourself. Bei der Tankstelle halten wir den Tankschlauch selbst in die Öffnung und füllen das Wasser für die Scheibenwaschanlage nach. Im Supermarkt irren wir zwischen Regalen herum. Den guten Kaufmann, der berät und hilft oder die Tasche einpackt, den gibt es nicht mehr. Auf der Schihütte stolpern wir mit Essenstabletts in Händen über die eigenen Schischuhe. Wo ist der lustige Hüttenwirt, der einen Witz macht? PC und Handy installieren wir uns selbst. Das Zugticket holen wir uns aus dem Internet. Gut, den Schaffner gibt es noch. Geldbehebungen und Banküberweisungen führen wir selbst durch. Flug oder Hotel buchen wir längst im Internet. Und neuerdings drucken wir uns auch die Boardingcard beim Automaten aus. Während die Arbeitsplätze schwinden, kostet aber alles deswegen nicht weniger Geld. Wer verdient hier wirklich?

Alle die genannten Dinge zu lernen und sie selbst durchzuführen brauchten erheblich viel Zeit, ganz abgesehen von der durchschnittlichen Qualität, mit der wir bei der Self-Made-Methode auskommen müssen. Die Unabhängigkeit, die wir dadurch erlangen, steht für mich in keiner Relation mit dem persönlichen Zeitaufwand. Zu vielen Dingen entwickle ich zwischenzeitlich eine Abneigung und Lustlosigkeit. Vielleicht geht es anderen auch so. Ob sich diese Entwicklung aufhalten oder eindämmen lässt? Wer weiß, mich stimmt es jedenfalls nachdenklich. Denn was im Kleinen beginnt, führt zwangsläufig auch im Großen zum Handgestrickten und damit zu Mittelmäßigkeit. Ob dies uns und unserer Gesellschaft gut tut, durchschnittlich und nicht top zu sein?

Wednesday, 25. November 2009

PrimaLeben

EU Anschauen, Zuhören und Angreifen. Eine Studienreise nach Brüssel.

Beitrag von Andrea Schneider

 Seit 1995 ist Österreich Mitglied der Europäischen Union, die derzeit 27 Staaten vereint. Beim Besuch des EU-Parlaments, der Österreichischen Botschaft und des Salzburger Verbindungsbüros ist mir klar geworden, warum es so viele EU-Skeptiker gibt. Das Positive ist, dass die EU daran arbeitet, die Lage zu verbessern!


1. EU als Fußabstreifer, weil es bequem und weit weg ist.
Bei allem was ich vor Ort gehört habe, ist mein Eindruck: Es dauert noch Generationen, bis das Ziel des vereinten Europas erreicht ist. Das derzeitige Bild: Hier EU dort Mitgliedsstaaten. Mit ein Grund ist, dass Politikern gerne die EU für ihr eigenes Versagen verantwortlich machen.

2. Holschuld alleine funktioniert nicht. Aktive Kommunikation ist angekündigt.
Die EU kommuniziert zu wenig was, warum und wie sie etwas tut und welchen Nutzen EU Bürger davon haben. Für Kommunikation werden pro Jahr sieben Millionen Euro aufgewendet. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es unmöglich ist, damit 27 Staaten über die Geschehnisse in der EU aktiv auf dem Laufenden zu halten. Ohne professionelle Kommunikation entstehen Halb- oder Unwahrheiten. Damit will sich die EU künftig nicht mehr zufrieden geben. Verbesserung ist angekündigt. 

3. Sehen, hören und verstehen.
Um einen Eindruck von der Komplexität der EU zu bekommen, ist es notwendig, einmal vor Ort gewesen zu sein. Kommission, Parlament, Rat oder Botschaften haben eine Fülle von Aufgaben und leisten viel. Bei meinem Besuch in Brüssel habe ich unter anderem erfahren:
Warum die Botschafter der Mitgliedsstaaten die Sitzordnung im Parlament wie festlegen. Oder warum nahezu alle EU-Mitarbeiter einmal pro Monat eine Woche lang ihren Arbeitsplatz nach Strassburg verlegen. Brüssel ist dann so gut wie ausgestorben. Ich weiß jetzt auch, warum 749 EU Abgeordnete nur mit einem einzigen EU Abgeordneten und der kommt aus Österreich nicht reden. Dass kaum ein Österreichisches Medium einen ständigen Korrespondenten vor Ort hat, weiß ich jetzt auch, die Gründe allerdings kenne ich noch nicht. Interessant war auch zu hören, dass Amerikaner mindestens einmal pro Woche in Brüssel sind und hinterfragen, warum die EU funktioniert.

Wer so wie ich in die EU eintauchen und Antworten auf persönliche Fragen haben möchte, dem empfehle ich eine Reise nach Brüssel.
Meine Kontaktadressen in Brüssel für Informationen zur EU 
Ständige Vertretung Österreichs bei der EU, Besuchs- und Informationsdienst
Botschaftsrätin Mag. Mirjam Rinderer Tel. 0032/2/2345 243

Verbindungsbüro Salzburg zur Europäischen Union in Brüssel
Mag. Michaela Petz-Michez Tel. 0032/2/74 307 60

Natürlich darf ein kulinarischer Tipp in Brüssel nicht fehlen. Das Vismet ist ein Lokal wo sich Tradition und Moderne in der Einrichtung, in der Küche  und im Service durchdacht durchziehen. Sensationell schmecken die Meeresfrüchte. Muscheln, Austern, Krabben … frischer geht’s nicht.
Restaurant Vismet, place st catherine 23, Brussels 1000, Tel. 0032/2/218 85 45

Und weil es in Brüssel eine Reihe interessanter Ausstellungen gibt auch dazu eine Empfehlung von mir: Museum René Magritte (Belgischer Surrealis) eröffnete erst kürzlich. Karten unbedingt vorreservieren. www.musee-magritte-museum.be 

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