Im April unternahm das Prima Team eine zweitägige Studienreise nach Brüssel, um den Spuren von Andrea Schneiders EU-Besuch im November 2009 zu folgen.
Sie war damals sehr beeindruckt und ihre Erzählungen haben uns neugierig gemacht. Andrea Schneiders Gedanken nach ihrer Reise können übrigens auch in ihrem Blog „EU Anschauen, Zuhören und Angreifen“ nachgelesen werden.
Während die meisten Prima Mitarbeiterinnen noch nie in Brüssel waren, kannte ich die Stadt bereits von mehreren Geschäftsbesuchen. Allerdings hatte ich noch nie die Gelegenheit gehabt, die EU Repräsentanzen zu besichtigen. Wir nahmen den Frühflug am Sonntag, aber das war schon die einzige Parallele zu meinen früheren Besuchen. Brüssel zeigte sich von seiner verschlafenen Seite, als wir vormittags über den Grand Place schlenderten und uns durch die Schokoladegeschäfte kosteten. Wenn man es wie wir ernst meint und wirklich möglichst alle bekannten Hersteller aufsuchen möchte, hat man einiges zu tun. Unser Brüsselbuch empfahl uns Leonidas, Godiva, Galler, Wittamer, Mary, Corne und Marcolini. Meine persönliche Favoritenliste führt nach den Geschmackstests übrigens klar Marcolini an.
Danach gönnten wir uns einen Aperitif in einer Champagnothèque – sehr empfehlenswert, nicht nur vom exzellenten Geschmack des Champagners her als auch wegen der Atmosphäre des Lokals.

Die Busrundfahrt am Nachmittag vermittelte uns einen guten Eindruck über die Vielfältigkeit der Stadt. Kannte ich bisher nur die typischen „Taxi-Einflugsschneisen“, so konnte ich diesmal in Ruhe die Stadtteile an mir vorbeiziehen lassen.Es ist wirklich erstaunlich, wie wenig der typische Dienstreisende vom wahren Leben einer Stadt mitbekommt.

Beim Abendessen bestellten wir einige der für Brüssel typischen Biere, Kriek mit Fruchtgeschmack oder auch das leicht säuerliche Gueze. Das gehört bei einem Brüsselbesuch einfach dazu. Als Nichtbiertrinker und Weinliebhaber muss ich trotzdem zugeben, dass diese Getränke zwar interessant schmecken, aber mein Herz nicht erobern konnten.
Den Montag widmeten wir der Fortbildung rund um das Thema EU. Wir besuchten das Europäische Parlament und die Ständige Vertretung Österreichs sowie die Außenstelle der österreichischen Notariatskammer in Brüssel.

Ich muss Andrea Schneider rechtgeben. Es wird sicher noch lange dauern, bis die EU als Zentrale für ein vereintes Europa wirklich effizient funktioniert. Es ist eine Reise, aber man spürt in Brüssel stärker als bei uns die Vision, die hinter dem mühsamen Tagesgeschäft steht.
Brüssel ist jedenfalls eine Reise wert. Zum einen, weil es in dieser Stadt einiges zu sehen und schmecken gibt. Zum anderen, um sich selbst ein Bild von der EU zu machen. Wen es interessiert – wir geben gerne Prima Tipps!