Meine Großmutter hat immer schon sehr gerne, sehr gut und vor allem sehr oft gebacken. Regelmäßig versucht sie sich an neuen Rezepten und verwöhnt Verwandte sowie Freunde mit süßen Leckereien.
Als sie mir bei meinem letzten Besuch ihre neueste Kreation – einen Erdäpfelkuchen – servierte, war ich allerdings mehr als skeptisch. Erdäpfel im Kuchen und dann noch süß!? Da man Großmüttern nur sehr schwer einen Wunsch abschlagen kann, probierte ich ein Stück. Zu meiner Überraschung schmeckten die Erdäpfel in Kuchenform vorzüglich. Die einst „verdammte“ Knolle, die ursprünglich aus Südamerika stammt, ist also zu Recht für ihre vielseitigen Zubereitungsmöglichkeiten bekannt.
Wer Lust auf die süßen Erdäpfel bekommen hat, dem kann ich folgendes Rezept wärmstens empfehlen:
Zutaten
30 dag mehlige Erdäpfel (gekocht, warm, passiert)
6 Dotter
30 dag Staubzucker
1 ½ Esslöffel Rum
20 dag Nüsse gemahlen
1 Packung Vanillezucker
1 Packung Backpulver
7,5 dag Mehl
6 Eiklar
4,5 dag Brösel
Einen gehäuften Kaffeelöffel Backpulver, Dotter, Rum, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Das Eiklar steif schlagen und die passierten Erdäpfel, Mehl, Nüsse, das restliche Backpulver und die Brösel unterheben. Den Teig in eine Königskuchenform gießen und bei 190°C ca. 60 Minuten im Backrohr backen.
Tipp: Der Rum kann auch durch warmes Wasser ersetzt werden.
