Tuesday, 25. May 2010
PrimaLesen
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Ricki Strick
Sollten die nächsten Wochen kühl und regnerisch bleiben,
ist Lesen mein Rezept gegen Trübsal blasen. Bücher helfen, und wer Krimis mag, dem empfehle ich „Der Feind im Schatten“, den neuesten und gleichzeitig letzten Fall von Kurt Wallander. Im finalen Band schickt der schwedische Autor Henning Mankell seinen berühmten Kriminalkommissar in den Ruhestand. Die Stimmung ist düster, die Handlung spannend. Sie führt zurück in den Kalten Krieg und in Schwedens Nachkriegsgeschichte. Mehr als je zuvor ist Wallander vom Verbrechen persönlich betrofffen: Im Mittelpunkt der Ereignisse steht die Familie seines Schwiegersohns.
Alle, die sich wie ich keinen der bisher erschienenen neun Wallander-Krimis entgehen haben lassen, werden diesen letzten Band nicht missen wollen. Für all jene, die mit der Figur des Kurt Wallander noch nicht vertraut sind, wäre es sinnvoll, mit einem Vorläufer zu beginnen. Meine Begeisterung begann mit „Mittsommermord“. Vielleicht macht dieser Band Lust auf mehr.
Ein Genuss, nicht nur bei Schlechtwetter.

„Der Feind im Schatten“ von Henning Mankell,
erschienen im Zsolnay Verlag, 592 Seiten, 26 Euro
Thursday, 1. April 2010
PrimaLeben
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Ricki Strick
Web 2.0 ist in aller Munde. Unsere Kunden fragen immer öfter: „Sollen auch wir twittern? Passt ein Blog zu uns? Ist Xing interessant für uns?“ Keine Frage: Neben persönlichem Networking, Tratsch und Klatsch hat Web 2.0 längst auch Einzug in die Unternehmenskommunikation gehalten. So verpasst sich der Autokonzern Daimler durch einen Blog auf seiner Webseite ein persönlicheres Profil. Bipa präsentiert sich seit kurzem auf My Space, Vöslauer in Facebook, um eine jugendliche „Fanbase zu aktivieren“, und auch die ÖBB wollen ins Web 2.0.
Das Spannende für mich am Web 2.0? Es beweist, dass die klassische PR-Strategie mit ihren Grundsatzfragen zeitgemäßer denn je ist. Passt Web 2.0, auch Social Media Network genannt, zur Unternehmensphilosophie? Ist ein Blog das richtige Instrument zum Erreichen der Zielgruppen? Passt die Sprache von Facebook zur Corporate Identity? Gibt es genügend personelle Ressourcen, um täglich auf Twitter Micro-Blogs zu posten?
Die Onlinekommunikation folgt anderen Gesetzmäßigkeiten. So können zum Beispiel auf Twitter Botschaften schwer gesteuert werden. Nur die eigenen Postings können geschrieben oder gelöscht werden. Wer sich in My Space oder Facebook präsentiert, muss jugendlich, persönlich und direkt auftreten. Web 2.0 hat eine eigene Sprache. Die Groß- und Kleinschreibung ist oft ausgesetzt, Abkürzungen und Modewörter sind oft zu finden. Meine Überzeugung: Dabei sein und dabei alt wirken, ist uncool.
Tuesday, 27. October 2009
PrimaLeben
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Ricki Strick
Seit September 2009 arbeite ich beim Arbeitskreis Interne Kommunikation mit, den der Public Relations Verband Austria, PRVA, heuer erstmals ins Leben gerufen hat. Damit erfährt ein Bereich Aufwertung, der gerne stiefkindlich behandelt und strategisch unterschätzt wird. Noch immer herrscht in zahlreichen Unternehmen und Institutionen die Auffassung vor, es reiche aus, die Beschäftigten mehr oder weniger aktuell über ein „Schwarzes Brett“ zu informieren. Eine Einstellung, die mit Sicherheit verhindert, dass sich die Mitarbeiter mit dem Unternehmen identifizieren, motiviert und mit ihrem Arbeitsplatz zufrieden sind. Dazu kommt, dass PR nach außen meiner Überzeugung und Erfahrung nach nur erfolgreich sein kann, wenn die Kommunikation auch intern funktioniert und stimmig ist.
Deshalb sind Initiativen wie dieser Arbeitskreis wichtig. Gemeinsam mit rund 16 Kolleginnen und Kollegen aus der Kommunikationsbranche werden wir uns unter Leitung von Brigitte Gschiegl von Frequentis in den nächsten zwei Jahren umfassend mit dem Thema auseinandersetzen. Ich halte Sie über die Entwicklung auf dem Laufenden.
Nähere Informationen über den PRVA und seine Arbeitskreise: www.prva.at

Cover der Mitarbeiterzeitung 2009
Interne PR für Otis seit 1994
Wednesday, 25. March 2009
PrimaEssen
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Ricki Strick
Seit Jahren koche ich mit Begeisterung Rezepte von Jamie Oliver nach, dem bekannten britischen Koch, der es mit seiner TV-Koch-Show, seinen Büchern, seinem sozialen Engagement für arbeitslose Jugendliche sowie seiner Schulkampagne „Feed me better“ zu internationaler Bekanntheit gebracht hat. Bei einem London-Urlaub hatten meine Familie und ich erstmals Gelegenheit in seinem Lokal Fifteen zu speisen. Natürlich war der Starkoch selbst nicht anwesend, trotzdem war der Besuch ein Erlebnis.
Das Restaurant im Stadtteil Eastend besteht aus einer gemütlichen Trattoria und aus einem stylischen Dining Room mit offener Küche in der unteren Etage. Im Dining Room kann man nicht á-la-Carte essen. Hier gibt es zwei- bzw. viergängige Degustationsmenüs, die täglich variieren. Für jeden Gang stehen vier Gerichte zur Wahl. Im Fifteen wird saisonal gekocht. Besonders beliebte Gewürze sind Ingwer, Koriander und Granatapfel. Die Produkte sind von hoher Qualität, stammen wenn möglich aus der Region und werden kreativ zubereitet. Auf unseren Tisch kamen Köstlichkeiten wie Devonshire Krabben, „Fischeintopf“ mit schottischer Languste, Lamm aus Wales, Sorbet aus roten Beeren, Schokolade-Tarte sowie Käsevariationen mit einem herrlichen Chutney. Das Servicepersonal ist ausgesprochen aufmerksam, freundlich und kompetent.
Tipp: Rechtzeitig reservieren! Über das Internet hatte ich rund drei Wochen im Voraus einen Tisch im Dining Room gebucht. Die Trattoria war zu diesem Zeitpunkt für die Dauer unseres Aufenthalts in London bereits restlos ausverkauft.
Weitere Informationen finden Sie unter www.fifteen.net.
Monday, 9. March 2009
PrimaLesen
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Ricki Strick
Romane Lesen am PC, Lyrik am E-Book-Reader? Es scheint, für Leser beginnt ein neues Zeitalter. Die deutsche Buchbranche steigt auf ihrer Online-Plattform Libreka in den E-Book-Verkauf ein. Ab 12. März 2009 sollen dort rund 100.000 deutschsprachige Titel zu kaufen sein. Ziel ist es, in drei bis fünf Jahren alle lieferbaren deutschsprachigen Bücher - 500.000 bis 700.000 Titel - anzubieten. Auch in Österreich werden seit kurzem elektronische Bücher angeboten.
E-Books sind billiger als gedruckte Bücher. Die Literatur aus dem Online-Verkauf kann auf den Rechner oder gängige E-Book-Lesegeräte heruntergeladen werden. Über den typischen E-Book-Nutzer weiß man allerdings noch relativ wenig. Die Betreiber gehen aber davon aus, dass die digitale Literatur von älteren Menschen mit Sehschwäche ebenso gerne genutzt wird wie von Studenten oder mobilen Viellesern.
Kann elektronisches Lesen denselben Genuss bieten wie das Schmökern im klassischen Buch? Erlaubt diese Art des Lesens dasselbe Versinken in eine Geschichte? Wo bleibt die Freude, seine persönliche Bibliothek mit ausgewählten Büchern und schönen Ausgaben wachsen zu sehen? Das E-Book beweist mir einmal mehr, dass online und print einander nicht ausschließen, sondern bestenfalls ergänzen.
Wednesday, 10. September 2008
PrimaLeben
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Ricki Strick
Meine Tochter wird kommenden Dezember 16. Bei der Nationalratswahl 2008 am 28. September darf sie noch nicht wählen. Einige ihrer Klassenkollegen schon. Deshalb wird im Geschichtsunterricht auch viel über Politik diskutiert, wie sie berichtet. Im Sinne von Nachholen. Denn für den Lehrplan der 16jährigen kamen die vorgezogenen Wahlen übereilt. Politische Bildung soll erst künftig in die Lehrpläne dieser Altersgruppe aufgenommen werden. Die jungen Leute nehmen ihr Wahlrecht dennoch ernst, habe ich den Eindruck. Sie diskutieren viel untereinander. Meine Tochter sucht das Gespräch über die Parteien, ihre Politik und was dahinter steckt auch zu Hause. Ich bin erfreut, welche eigenständige Meinungen sie vertritt, wie viele Gedanken sie sich allein und in der Gruppe offensichtlich schon gemacht hat. Weniger freut mich, wenn ich höre, dass so mancher Jugendliche wählt, was die Eltern ihm nahelegen. „Was heißt das?“, frage ich. „Na, dass die Eltern sagen, was er wählen soll“, lautet die Antwort. Statt zu diskutieren und zu einer eigenen Meinung zu ermuntern, wird der Sohn / die Tochter angehalten zu wählen, was im Hause Sitte ist und erlaubt ist. Statt sich auf die Auseinandersetzung mit dem eigenen Nachwuchs einzulassen, auch auszuhalten, dass der kleine Schützling von einst heute vielleicht ganz anders denkt als Mama oder Papa, wird empfohlen, in den Mund gelegt und geraten. Nicht selber denken, sondern wiederkauen. Da bin ich froh, dass sich das nicht alle Jugendlichen gefallen lassen.
Thursday, 31. July 2008
PrimaLeben
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Ricki Strick
Früher gab es das Monster von Loch Ness. Heute prasseln News über Finanzkrise, Erdbeben in Urlaubsgebieten etc. täglich nur so auf uns ein. Und wir sind natürlich perfekt vernetzt. Wir erreichen die Welt mit Handys oder per Mail. Dafür erreicht die Welt aber auch uns. Nicht vernetzt zu sein, nicht „always on“ zu sein, gibt vielen Menschen das Gefühl etwas zu versäumen. Nicht dabei zu sein, nicht informiert zu sein, ist für viele sehr beängstigend. Also „genießt“ man auch den Urlaub mit täglichen, beruflichen Telefonaten und den Blick in digitale News-Portale auf seinem Laptop. Das Sommerloch hat es in Wahrheit nie gegeben. Die Welt ist nur schneller geworden. Für Sommerlöcher bleibt da schlichtweg keine Zeit mehr.
Tuesday, 24. June 2008
PrimaLesen
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Ricki Strick
Wie sieht die Zeitung von morgen aus? Brauchen wir in Zukunft überhaupt noch Zeitungen, oder kommen uns die Leser abhanden? Fragen wie diese beschäftigen Blattmacher und Verleger schon seit Jahren in gleicher Weise wie PR-Fachleute. Konkrete Antworten gibt es keine, Theorien viele. Faktum ist: TV, Internet und Handy finden immer früher Einzug in die Kinderzimmer von heute. Zeitungen sind bei den Jungen eher nicht populär.
Gerade deshalb finde ich ein Projekt der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ bemerkenswert: 12 Wochen lang gibt es als „Sommervergnügen“ die KinderZeit mit „Politik, Kultur und anderen Rätseln für junge Leser“. Die Doppelseite hebt sich erfrischend von den bekannten Kinderseiten anderer Zeitungen ab. Hier hat sich jemand wirklich Gedanken gemacht. Es finden sich lustige, spannende Themen, die einen Bezug zum aktuellen Tagesgeschehen haben, Geschichten zum selber Lesen in größerer Schrift für Schulkinder und eine Fortsetzungsgeschichte zum Vorlesen für die Kleinen. Mehr dazu auf www.zeit.de/kinderzeit.
Projekte wie diese sind für mich der richtige Versuch, jungen Menschen Zeitungslesen nahe zu bringen.
Tuesday, 13. May 2008
PrimaLeben
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Ricki Strick
Der Begriff des Coachings boomt. Da gibt es mittlerweile den Teamcoach, den Ernährungscoach, den Wohncoach oder den Konfliktcoach. Hellhörig wurde ich vor kurzem, als im Radio von einer mir bislang unbekannten Sparte berichtet wurde: Vom Berufungs-Coaching. Ich drehte sofort lauter. Darüber wollte ich mehr wissen:
Grundidee des Berufungs-Coachings ist die Annahme, dass Menschen nach einer Aufgabe suchen, die sie in ihrer gesamten Persönlichkeit fordert und fördert. Berufung wird als eine Art Lebensaufgabe gesehen, die aus der Einzigartigkeit jedes Menschen entsteht. Der Berufungs-Coach versteht sich als ein zeitlich begrenzter Begleiter auf den Weg, um die persönliche Einmaligkeit und Originalität zu erkennen. Dabei wird mit Talenten, Fähigkeiten, Charismen, mit Träumen, Visionen, mit Realität und Möglichkeiten in gleicher Weise gearbeitet.
Ja, das gefiel mir. Mein Interesse war geweckt. Ich recherchierte zu dem Thema im Internet und landete auf der Homepage eines interessanten Berufungs-Coaches. Ein, zwei Wochen später wollte ich auf eben dieser Site etwas nachlesen. Und da war etwas passiert, das mich bis heute irritiert. Der Preis für eine Stunde Berufungs-Coaching war seit meinem letzten Besuch deutlich gestiegen. Mein erster Gedanke: Da haben mehrere Leute den Radiobeitrag gehört und Kontakt aufgenommen. Offensichtlich. Mich beschäftigt seither weniger die Frage der persönlichen Berufung als vielmehr, wie weit sich Preise für Coaching am Gesetz von Angebot und Nachfrage orientieren dürfen, um glaubwürdig zu bleiben. Was meinen Sie?