Tuesday, 1. June 2010
PrimaLeben
Beitrag von
Kathrin Kränkl
Ich meide Hochschaubahnen und in Panoramaaufzügen konzentriere ich mich darauf, möglichst nicht nach unten zu schauen.
Ein klassischer Fall von Höhenangst.
Mitte Mai veranstaltete die W.E.B Windenergie einen Windkraftanlagen-Sicherheitstag mit einer Abseil-Übung - ein ideales Szenario für das Drehen eines Imagefilms, und so war ich dabei. Ich bewunderte jeden, der sich aus fast 80 Meter Höhe aus der Fallklappe herunterließ und war froh das nicht tun zu müssen. Die anwesenden Techniker überzeugten mich, dass ich trotzdem unbedingt mit dem kleinen Aufzug im Inneren hinauffahren sollte. Ich hätte nicht so bald wieder so eine Gelegenheit. Oben steckte mich die Begeisterung der W.E.B Mitarbeiter an. Einer nach dem anderen seilte sich ab und schwärmte vom tollen Gefühl, das man dabei angeblich hatte. Sollte ich vielleicht doch…? Neugierig warf ich einen Blick hinunter. „Na so richtig Höhenangst können Sie aber nicht haben, sonst würden Sie da nicht runterschauen“, meinte ein Techniker. Mein Mut fühlte sich sofort geschmeichelt und angesprochen. Als ich dann noch hörte, dass bisher noch keine Frau wieder mit dem Aufzug hinuntergefahren sei, siegte die Abenteuerlust. Wenig später baumelte ich zwischen Himmel und Erde und schwebte ganz langsam hinunter auf die grüne Wiese. Es war ein großartiges Erlebnis. Ich habe zwar keine Ahnung, wo meine Höhenangst geblieben ist, und ich weiß auch nicht, ob die Geschichte von den Frauen stimmt. Eines ist aber sicher - der W.E.B Slogan „Windenergie bringt´s!“ hat für mich eine persönliche Bedeutung bekommen.
